Medikationsanalyse aus der Praxis

Ina Richling, PharmD (Menden)

Konkrete Handlungstipps, wie arzneimittelbezogene Probleme - insbesondere bei älteren Patientinnen und Patienten - erkannt, bewertet und interprofessionell gelöst werden können.

Insbesondere in der Geriatrie können arzneimittelbezogene Probleme wie unerwünschte Arzneimittelwirkungen, der Einsatz von potenziell inadäquaten Medikamenten oder Fehlanwendungen leicht übersehen werden, was zur Gefährdung der Arzneimitteltherapiesicherheit führen kann.

In diesem Vortrag werden häufige Herausforderungen aus der Perspektive einer Stationsapothekerin aufgezeigt und praxiserprobte Lösungsansätze vorgestellt. Dabei rückt neben der strukturierten Erfassung und Bewertung von Medikationen auch die interprofessionelle Zusammenarbeit mit Ärzten und Pflegekräften in den Mittelpunkt und damit auch die Optimierung des Sektorübergangs von der stationären in die ambulante Anschlussversorgung.

Häufig kommt es in dieser sensiblen Phase zu Informationsverlusten, die die Kontinuität der Therapie gefährden und das Risiko unerwünschter Ereignisse erhöhen. Durch klare Kommunikationsstrukturen, standardisierte Entlassdokumente und eine intensive Einbindung der niedergelassenen Apothekerinnen und Ärzte kann die Arzneimitteltherapie sicherer und effektiver gestaltet werden.

Der Vortrag richtet sich an alle Kolleginnen und Kollegen, die ihre Rolle in der geriatrischen Versorgung stärken möchten, und zeigt, wie durch gezielte Maßnahmen sowohl in der Klinik als auch im ambulanten Bereich eine qualitativ hochwertige und individuelle pharmazeutische Betreuung älterer Menschen gewährleistet werden kann.