Telematik-Infrastruktur

Bitte beachten Sie:

Seit dem 11. August ist das Antragsportal der Kammer für den HBA und die SMC-B freigeschaltet.

Die Bestellung der Karten ist bei den Anbietern medisign GmbH und der Bundesdruckerei möglich.

Der weitere Anbieter SHC Stolle & Heinz Consultants GmbH & Co. KG nimmt zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Bestellung zur Produktion der Karten entgegen.

 

Telematik-Infrastruktur

Die Telematik-Infrastruktur vernetzt alle Akteure des Gesundheitswesens im Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherungen und gewährleistet den sektoren- und systemübergreifenden sowie sicheren Austausch von Informationen. Sie ist ein geschlossenes Netz, zu dem nur registrierte Nutzer (Personen und Institutionen) mit einem elektronischen Ausweis Zugang erhalten.

Informationen zum Heilberufsausweis

Der Heilberufsausweis (HBA) ist der elektronische Ausweis des Apothekers. Mit ihm identifiziert der Apotheker sich in der digitalen Welt. Er hat durch den Ausweis Zugang zu verschlüsselten Informationen, beispielsweise zum elektronischen Rezept, dem elektronischen Medikationsplan und zukünftig zur elektronischen Patientenakte. Der Inhaber kann mit dem Apothekerausweis eine elektronische Unterschrift (qualifizierte elektronische Signatur – QES) erstellen, etwa um Protokolle oder elektronische Verordnungen zu unterschreiben. Diese Signatur ist der händischen Unterschrift gleichgestellt. Zudem können mit dem Ausweis gesundheitliche Daten bei Versand ver- und bei Empfang entschlüsselt werden. Der Heilberufsausweis ermöglicht so einen sicheren elektronischen Datenaustausch zwischen Vertretern der Heilberufe und Krankenhäusern oder Krankenkassen.

Die Apothekerkammer Niedersachsen gibt den HBA an ihre Mitglieder aus. Der Ausweis selbst wird von einem sogenannten qualifizierten Vertrauensdiensteanbieter (qVDA) produziert und ausgeliefert. Aktuell gibt es drei Anbieter am Markt, mit denen die Kammer zu diesem Zweck Rahmenverträge geschlossen hat. Der Apotheker schließt mit dem von ihm ausgewählten qVDA seinerseits einen Endnutzervertrag.

Informationen zur Security-Modul-Card Typ B

Die Security-Modul-Card Typ B (SMC-B) dient zur Identifikation der Apotheke in der Telematik-Infrastruktur (TI) und ist notwendig für den Verbindungsaufbau zwischen Konnektor und TI. Daneben fungiert die SMC-B als unterstützende Karte für den eHBA.

Die Apothekerkammer Niedersachsen gibt die SMC-B an ihre Mitglieder aus. Der Karte selbst wird von einem sogenannten qualifizierten Vertrauensdiensteanbieter (qVDA) produziert und ausgeliefert. Aktuell gibt es drei Anbieter am Markt, mit denen die Kammer zu diesem Zweck Rahmenverträge geschlossen hat. Der Apotheker schließt mit dem von ihm ausgewählten qVDA seinerseits einen Endnutzervertrag.

Kosten und Finanzierung

Die Kosten für einen HBA betragen monatlich 8,90 Euro (brutto), für eine SMC-B monatlich 7,50 Euro (brutto). Die Vertragslaufzeit beträgt jeweils fünf Jahre, sodass für einen HBA Gesamtkosten in Höhe von 534 Euro anfallen, für eine SMC-B 450 Euro.

Apothekeninhabern werden diese Kosten teilweise erstattet. Der Deutsche Apothekerverband und der GKV-Spitzenverband haben sich darauf verständigt, dass ein Apothekeninhaber pro Betriebsstätte und für die Dauer von jeweils fünf Jahren einen Pauschalbetrag von 449 Euro für den HBA und von 378 Euro für die SMC-B erhält.

Die Finanzierung der HBA für in der Apotheke angestellte approbierte Mitarbeiter ist noch nicht geklärt. Hierzu werden noch Verhandlungen zwischen dem DAV und dem GKV-Spitzenverband geführt.