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Dossier Gesundheit

Mit dem "Dossier Gesundheit" erhalten Journalist:innen und Politiker:innen sowie alle anderen interessierten Leser:innen eine seriöse Anlaufstelle zu Gesundheitsthemen und von approbierten Apotheker:innen geprüfte Informationen.

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Karriere in der Apotheke vor Ort

Am Ende ihres Pharmaziestudiums stehen Absolvent:innen vor der Frage, welchen Karriereweg sie einschlagen sollen. Die Tätigkeit in einer öffentlichen Apotheke bietet jungen Menschen eine gute Perspektive. Auf der Website www.apotheker-beruf-mit-zukunft.de bietet die Apothekerkammer Niedersachsen Entscheidungshilfen an.

Coronavirus

Alle Informationen auf einen Blick

Sie finden eine Übersicht der FAQ, Handlungshilfen, Herstellungsanweisungen usw. auf folgender Seite.

Tamoxifen

Wir weisen auf die Informationen des BfArM hin – siehe hierzu insbesondere die FAQ am Ende der Seite.

Eine Import-Dokumentation nach § 18 Absatz 1 der ApBetrO ist für Tamoxifen-haltige Arzneimittel mit erteilter Gestattungen nach § 79 Absatz 5 AMG nicht erforderlich.

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Portal www.mein-apothekenmanager.de

Welche Apotheke stellt Impfnachweise aus? / Welche Apotheke führt Antigen-Schnelltests durch?

Video

Pharmaziestudium an der Technische Universität Braunschweig

Was ist eigentlich ... Pharmazie?

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Mehr Sicherheit für Patienten durch Medikationschecks

Patientengeschichten

Patienten erzählen davon, wie sie durch Krankheit in eine Krisensituation geraten sind und wie ihre Apotheker sie beraten, betreuen und begleiten.

Beratung von Flüchtlingen in der Apotheke

Informationen zur Gesundheit - in vielen Sprachen

Cholesterinwerte senken

Cholesterin: Eigelb ist nicht immer „das Gelbe vom Ei“

Hannover, 04.04.2022 – Erhöhte Cholesterinwerte sind grundsätzlich eine Gefahr für die Gesundheit. Das gilt auch, wenn man sich wohl und fit fühlt. Auch schlanke Menschen und Sportler:innen haben bei erhöhten Cholesterinwerten ein größeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch Ablagerungen in den Gefäßen. Diese arteriosklerotischen Gefäßerkrankungen können von einer vererbbaren Fettstoffwechselstörung verursacht sein und bleiben meist über eine längere Zeit unentdeckt. Sie können aber unbehandelt einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen, weiß die Apothekerkammer Niedersachen. Um gesund zu bleiben, sollten die cholesterinwerte im Blut überprüft werden. Besonders bei gehäuften Herzinfarkten in der Familie empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle der Werte auch in jungen Jahren.

Das „Laster“-Cholesterin LDL
In Deutschland leidet knapp die Hälfte aller Erwachsenen unter zu hohen Cholesterinwerten. Dabei geht es besonders um das LDL-Cholesterin und Blutfette wie Triglyceride. Für die Cholesterinwerte wie auch für das LDL-Cholesterin gibt es Grenzwerte, die sich je nach Vorerkrankungen und persönlichen Risikofaktoren unterscheiden können. Entsprechend wählen die Ärzt:innen auch eine individuelle Behandlung aus.

Ungesunde Lebensweise vermeiden
Wichtige Risikofaktoren neben Vorerkrankungen sind in erster Linie eine kalorien- und fettreiche Ernährung bei Übergewicht, Rauchen und wenig Bewegung. Dementsprechend kann man durch eine Umstellung der Ernährung schon eine Besserung erreichen, indem viel Gemüse und Vollkornprodukte auf dem Speiseplan stehen. Der übermäßige Verzehr von Eiern sollte vermieden werden. Auch auf fettes Fleisch, Zucker und Käse sollte verzichtet werden. Sinnvoll ist zudem, ein Normalgewicht anzustreben und das Rauchen aufzugeben oder zumindest zu reduzieren, da sich der Tabakkonsum negativ auf die Blutfettwerte auswirkt.
Nicht beeinflussen können Betroffene den Risikofaktor der familiären Vorbelastung. Wenn also bei näheren Verwandten bereits Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgetreten sind, kann das in bestimmten Fällen ein Hinweis auf das eigene Risiko sein. Hier ist ein Arztbesuch unbedingt ratsam, um die weitere Therapie zu besprechen.

Wenn der Körper selbst zu viel Cholesterin produziert
Mit einer cholesterinarmen Ernährung kann der LDL-Wert meist nur um circa 10 Prozent gesenkt werden. Ist die körpereigene Cholesterinproduktion aber zu hoch, helfen oft Medikamente wie zum Beispiel die sogenannten „Statine“, um die Produktion zu hemmen. Viele große Studien beweisen eine Verringerung des Herzinfarkt-Risikos bei Betroffenen durch diese Arzneimittel. Sollten sich die Werte nicht verbessern, kann eine Kombination mit anderen Wirkstoffen sinnvoll sein, um die Blutfettwerte in den Griff zu bekommen.

Wie hoch ist mein Risiko?
Bei der Bewertung des persönlichen Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hilft ein Herzinfarkt-Risiko-Test, den unter anderem die Herzstiftung anbietet: www.herzstiftung.de/risiko.

Abgefragt wird hier beispielsweise die familiäre Vorbelastung durch einen Herzinfarkt oder Schlaganfall im nahen Verwandtenkreis. Auch das Maß an Bewegung, der Tabakkonsum sowie Gewicht und Körpergröße sind anzugeben. Weitere Fragen beziehen sich auf die Ernährung, den Stresslevel im Alltag und den Blutdruck. Der Test kann einen ersten Hinweis darauf geben, wie hoch das Risiko durch einen erhöhten Cholesterinspiegel für Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit Folge eines Herzinfarktes ist. Ergänzend zum Test sollte eine Ärztin oder ein Arzt für ein Beratungsgespräch aufgesucht werden.

Fazit: Treten in der Familie gehäuft Herzinfarkte auf, sollten Patient:innen ihre Cholesterin- und Blutfettwerte kontrollieren lassen und für eine gesunde Lebensweise bei Normalgewicht ohne Rauchen und viel Bewegung sorgen. Die Ernährung sollte fettarm sein. Statt tierischen Produkten und Zucker sollte besser viel Gemüse wie Avocados, Spinat, Tomaten und Bohnen sowie Früchte wie Erdbeeren und Himbeeren auf dem Speiseplan stehen. Auch Nüsse wie Pekannüsse, Walnüsse und gesunde Fette ohne Transfettsäuren wie bei Olivenöl tragen zu einer ausgewogenen Ernährung bei. Wer gern nascht, kann ab und zu ein paar Stücke einer Zartbitterschokolade genießen.

Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.800 Mitglieder an. Die Apothekerin und der Apotheker sind fachlich unabhängige Heilberufler:innen. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apotheker:innen die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwerben die Studierenden Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhalten die Apotheker:innen eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung können sie eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist:innen für Gesundheit und Prävention beraten die Apotheker:innen die zur Ausübung der Heilkunde berechtigten Personen kompetent und unabhängig über Arzneimittel und apothekenpflichtige Medizinprodukte. Apotheker:innen begleiten Patient:innen fachlich, unterstützen menschlich und helfen so, die Therapie im Alltag umzusetzen.

Pressekontakt der Apothekerkammer Niedersachsen:
AzetPR
Andrea Zaszczynski
Wrangelstraße 111, 20253 Hamburg
Telefon: 040 / 41 32 700
info@azetpr.com

Apothekerkammer Niedersachsen
Panagiota Fyssa
An der Markuskirche 4
30163 Hannover
Telefon: 0511 39099-0
presse@apothekerkammer-nds.de
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